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Geschlechtergerechtigkeit

Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist ein Grundrecht – aber in vielen Fällen noch ein uneingelöstes Versprechen.

Ein Paradigmenwechsel, in dem sich unsere Gesellschaft von tradierten Rollenbildern löst und allen Familien individuelle Entscheidungsmöglichkeiten zustehen, ist die Grundvoraussetzung für eine wirkliche Gleichstellung von Männern und Frauen.

Charta zur Gleichberechtigung von Frau und Mann 

Eine wirkliche Gleichstellung der Geschlechter bedeutet für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN daher die gerechte Aufteilung aller Rechte und Pflichten. Nur so können sich Frauen und Männer gleichsam beruflich und familiär verwirklichen. Deshalb fordern wir die konsequente Umsetzung der Charta zur Gleichberechtigung von Frau und Mann auf lokaler Ebene in einem Aktionsplan, der wirkliche Veränderungen initiiert und zu einer tatsächlich geschlechtergerechten Stadt führt.

Bildung frei von Stereotypen

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich für eine Schulbildung ein, die frei von Stereotypen ist. Wir erwarten von der Stabsstelle „Lernen vor Ort“ und der Koordinierungsstelle Kompetenzentwicklung, dass sie die Vielfalt von Lebensweisen anerkennen und das Überwinden von Geschlechterstereotypen in der Leipziger Bildungslandschaft zum Erfolgskriterium ihrer Arbeit machen. Fort- und Weiterbildungen über geschlechtersensible Lehrmethoden für Leipziger Pädagoginnen und Pädagogen müssen angeboten und durch ein Mentorenprogramm unterstützt werden.

In Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handels- sowie der Handwerkskammer unterstützt die Stadt Leipzig Auszubildende in der Ausbildungsauswahl und während der Ausbildung in untypischen Berufen individuell.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzten sich dafür ein, die Einrichtungen der Frauenkulturszene zu erhalten und auszubauen, in denen Mädchen und Frauen in ihrem positiven und stereotypenfreien Selbstbild bestärkt werden.

Ausgewogenheit von Erziehern und Erzieherinnen in Kindertagesstätten

In den Leipziger Kindertagesstätten gibt es immer noch kaum männliches Personal. Dabei ist es für Jungen und Mädchen wesentlich, männliche und weibliche Rollenvorbilder zu haben. Aus diesem Grund fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die vermehrte Einstellung von Erziehern in Kindertagesstätten.

Qualifizierte Beratung des Jugendamtes in Sorgerechtsstreitigkeiten

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen die personelle Besetzung des Jugendamtes so verändern, dass Männer und Frauen eine gleichberechtigte Beratung in Sorgerechtsschwierigkeiten erhalten. Das beinhaltet unter anderem die gleichberechtigte Einstellung von männlichem und weiblichem Personal im Jugendamt.

Ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern in der Stadtspitze und in kommunalen Unternehmen

Es muss eine gleichberechtigte Auswahl von Männern und Frauen für alle Positionen in der Stadtverwaltung und in den kommunalen Unternehmen stattfinden. Weibliches Führungspersonal muss konsequenter aufgebaut werden. In den Statuten der städtischen Unternehmen soll Gleichstellung als Ziel verankert werden. In der Geschäftsführung, im Aufsichtsrat und der Gesellschafterversammlung soll die Stadt auf die Erhöhung des Anteils weiblicher Beschäftigter hinarbeiten.

Vereine, die Hilfe bei Gewalt bieten, sind langfristig und stabil zu finanzieren

Wer eine friedliche Gesellschaft will, darf Gewalt in Familien nicht dulden. Die Stadt muss deshalb verlässlich sicherstellen, dass Schutzräume für Opfer von Gewalt ausreichend bereitstehen. Hilfeeinrichtungen in den Bereichen Akutversorgung, Prävention sowie Opferhilfe bei häuslicher und sexualisierter Gewalt sind in ihrer Arbeit verlässlich zu unterstützen. Die jährlich neu ausgereichte Projektfinanzierung muss durch eine institutionelle Förderung auf der Basis von langfristigen Leistungsverträgen ersetzt werden.

Keine sexistische Werbung

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich dafür ein, dass die Stadt Leipzig frei von sexistischer Werbung ist. Wir fordern die konsequente Umsetzung des Stadtratsbeschlusses vom November 2012, der aus der Petition „Schluss mit sexistischer Werbung in Leipzig“ entstand. Da dem Beschluss jedoch keine Definition „sexistischer Werbung“ zugrunde liegt, muss dieses nachgeholt werden.

Frauenquote → Städtische Unternehmen
geschlechtergerechte Bezahlung → Städtische Unternehmen

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